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Entscheidungen treffen: Die wichtigsten Regeln und Tipps

Entscheidungen treffen

Entscheidungen treffen: Die wichtigsten Regeln und Tipps

Shirin Tanja Sobhani

Jeden Tag treffen wir unzählige Entscheidungen – manche davon bewusst, andere unbewusst, einige fallen uns leichter, andere bringen uns länger ins Grübeln. Von der Wahl des Frühstücks und der Abendplanung bis hin zu bedeutenderen Entscheidungen über Studium, Job und Wohnort: Das alles will gut durchdacht sein. Durch die vielen Wahlmöglichkeiten und den großen Druck, „die perfekte Entscheidung“ zu treffen, fühlen sich viele jedoch überfordert und verunsichert. Meine Regeln und Tipps helfen Ihnen dabei, gute Entscheidungen zu treffen und Entscheidungsschwierigkeiten zu überwinden.

 

Video-Zusammenfassung:

3 Regeln, um gute Entscheidungen zu treffen

#1: Kopf und Bauch mit einbeziehen:

Treffen Sie Ihre Entscheidungen stets auf zwei Ebenen: auf der logischen (Kopf-) und der emotionalen (Bauch-) Ebene. Fertigen Sie vor jeder größeren Entscheidung zunächst eine Pro-Contra-Liste an und überlegen Sie ganz rational: Was spricht für und was spricht gegen die verschiedenen Möglichkeiten? Was sind die Vor- und die Nachteile? Im nächsten Schritt beziehen Sie dann die Gefühlseben mit ein: Wie fühlt es sich an, wenn ich diese oder jene Entscheidung treffe? Stellt sich zusätzlich zu den rationalen Vorteilen ein gutes Gefühl ein, ist das eine gute Basis für eine Entscheidung.

#2: Vertraute Personen befragen:

Sofern Sie nicht der Typ sind, der sich zu schnell von anderen beeinträchtigen lässt, hilft es, vertraute Personen bei wichtigen Entscheidungen mit einzubeziehen. Gemeinsam können Sie sich beraten und abwägen, was für Sie ein guter Entscheidungsweg sein könnte.

#3: Langfristig denken

Treffen Sie Entscheidungen nicht zu spontan aus ihrem ersten Gefühl heraus, sondern beziehen Sie auch langfristige Konsequenzen mit in Ihre Überlegungen ein. So vermeiden Sie, dass Sie sich im Nachhinein ärgern, weil Sie eine noch bessere Alternative aufgetan haben. 

5 Tipps, um Entscheidungsschwierigkeiten zu überwinden:

#1: Entspannte emotionale Verfassung wahren

Viele Menschen empfinden vor großen Entscheidungen ein Übermaß an Anstrengung, Aufregung und Nervosität, da sie „die perfekte Wahl“ treffen möchten. Dadurch sind sie gedanklich und emotional kaum noch in der Lage, überhaupt eine Entscheidung zu treffen. Mein erster Tipp ist daher, den Druck von sich zu nehmen und die Entscheidung möglichst entspannt anzugehen. Dabei helfen auch die nächsten Tipps.

#2: Realistischen Anspruch an sich selbst stellen

Es ist alles eine Frage der Haltung: Stellen Sie keinen zu hohen Anspruch an sich selbst, sondern machen Sie sich bewusst, dass es genügt, eine ausreichend gute Entscheidung zu treffen. Es muss nicht immer „die perfekte Entscheidung“ sein. Eine zu hohe Erwartungshaltung wird Sie in Ihrer Entscheidungsfindung nur blockieren.  

#3: Auf sich selbst hören

Versuchen Sie, ganz bei sich zu sein und sich nicht immer nach den Wünschen oder Anforderungen anderer zu richten. Wenn Sie es allen recht machen wollen, bleiben Sie selbst schnell auf der Strecke. Besinnen Sie sich stattdessen auf Ihre eigenen Ziele und Bedürfnisse und machen Sie diese zur Grundlage Ihrer Entscheidungen.

#4: Worst-Case-Szenario durchdenken

Wenn Sie dazu neigen, sich selbst stark unter Druck zu setzen, hilft es, sich zu überlegen: Was wäre die schlimmste Konsequenz, die aus meiner Entscheidung resultieren könnte? Dann merken Sie in der Regel, dass selbst dieser „Worst Case“ ein Zustand wäre, mit dem Sie umgehen könnten – und dass es auch dann noch einen Plan B gibt. Wenn Sie sich das bewusst machen, wird sich Ihre Angst vor der Entscheidung mildern.

#5: Nicht kapitulieren, sondern Step by Step vorgehen

Selbst, wenn es Ihnen schwerfällt: Sie sollten auf keinen Fall vermeiden, eine Entscheidung zu treffen. Bei besonders großen und wichtigen Entscheidungen rate ich Ihnen stattdessen zu kleinen Schritten. Gehen Sie Step by Step vor und sichern Sie sich zwischendurch immer wieder ab. Aus falschen Entscheidungen können Sie immerhin lernen – wenn Sie hingegen kapitulieren, bleiben Sie in jedem Fall auf der Stelle.

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